Zwei Regentage in Vålådalen – eine Pause, die wir nötig haben. Dankbar für den Regen. Denn wenn´s von oben schüttet, müssen wir unten nicht raus. Entsprechend schnell ist erzählt, was wir in achtundvierzig Stunden so trieben:
Am ersten Abend durch den mystischsten und beschützendsten Wald der Welt runter tapsen, um der Sonne beim Untergehen über dem wilden, einsamen Fluss zuschauen. Natürlich flüstert er.
Einen Berg Wäsche waschen – im Nahkampf mit der findigen, holländischen Nachbarin, die drei Mal unsere Maschine boykottiert, indem sie sich –stets fünf Minuten vor Ablauf– immer wieder vordrängelt. Bis abends aber schaffen wir es trotzdem: blütenfrische Klamotten um neun, deren Waschung insgesamt acht Stunden dauerte. Träumen in frischen Laken.
Im Bulli kleinschneiden, draußen unter der Plane im Regen kochen. Beide Mal sehr gut.
Wir lesen bei bollernder Bulliheizung – seit langer Zeit nicht nur Reiseführer, sondern echte Literatur.
Wir laufen nach Vallbo—über die Straße auf der uns Brutus erstmalig begegnete.
Wir bestaunen die unbändige Kraft des Vålånflusses am Fall.
Wir kaufen die Sauna des Campingplatzes: 5 Euro für eine Stunde. Die Hitze ist für mich ganz alleine.
Wir zünden ein Kerzchen an für den Wichtigsten in der Samenkapelle ums Eck. Unglaublich, dass das irreparable Loch in meinem Herzen genau heute vor einem Jahr gerissen wurde.
Wir lauschen dem Regen auf dem Magicbusfenstern; einer, der einfach nicht aufhören will.
Der Himmel weint. Heute hat er einen guten Grund dafür….













