Der Busbahnhof Pamplomas liegt kurz vor dem Mittelpunkt der Erde. Hypermoderne Büsschen im Schwarzlicht, eigentlich fehlen nur noch basslastig, dunkle Technobeats. 25 Euro für eine rollende Party, weiter geht’s.

Fünfeinhalb Stunden sind es bis Madrid. Mit einem lustigen Schlenker nach Burgos, lange am Jakobsweg entlang durch grünes, hügeliges Land, streckenweise sehr einsam und endlose Weinreben.
Wir hatten vergessen, wie wunderschön das nördlich-zentrale Spanien doch ist. La Rioja. Armen Pilgern aus dem Busfenster zuwinken in der eigenen Laufpause.

Zwischenstopp Madrid. Die Frisur sitzt. DreiWetterTaft.
In unserem 18 Stunden-Halt müssen wir nicht allzu viel abklappern, in den Jahren 2008 bis 2010 wurde hier — in Spaniens Hauptstadt— mehr als genug herum geklappert.

Im Hotel México (2 Sterne Landeskategorie) kommen wir unweit des Bahnhofs unter. Prima Platz: aufs Wesentliche beschränkt. Keinen Kaffee zum Frühstück, dafür aber dicke Kissen und die Schöne und das Biest an der Wand.

Mehr als einen kleinen Spaziergang im Kiez gibt es heute nicht mehr zu tun, US-Gedenkfutter bei Taco Bell und eine heiße Badewanne.

Es ist unglaublich, dass die Knochen nach unserem Marsch noch immer weh tun. Zehen, die nachts so sehr ziehen, dass sie einen wecken können.
Eine Ferse, die bei jedem Kreisen laut kracht.
Ein Mittelfuss, der druckempfindlich wie eine Fontanelle bleibt.
Verkürzte Sehnen und Bänder in den Beinen, die sich aus reiner Frackigkeit nicht mehr dehnen wollen.
Messerstiche in den Knien — hier und da, wenn’s gerade langweilig wird.

Ganz gut zu wissen, dass wir noch ein paar Tage Pause machen, bevor die Fersen wieder Flamenco tanzen müssen.