Eine unglaubliche Wohltat: einen Tag nicht fahren. Oder genauer gesagt: nur einen Kilometer rollen.
Denn wegen Dixies alternativer Denke dürfen wir ja noch einen Tag bleiben. In Wunder-Marsch-Land – auf dem Papier heute als »Zeltende«. Ohne Zelt, zwei Hektar Land weiter, auf den schönsten Stellplatz seit langem – alleine unter Bäumen nahe des Alligatortrails..
Wir genießen diesen Tag mit und aus jeder Pore:
24 Grad Sonne unter Sechszehnblatt-Farnartigen verbringen.

Den Magicbus einmal auf links drehen und jede Ecke so sauber putzen, dass man problemlos an Ort und Stelle eine offene Hirnoperation durchführen könnte. Danach baden in Mücken-Ex.

Die Krokos lassen sich auch heute nicht blicken. Stattdessen beobachten wir stundenlang Sumpfgase beim Aufsteigen und reden uns ein, dass es Krokoblubber seien. „Alligatorhalluzinationen“ nennt man das wohl im Fachjargon.

Auf unserem Spaziergang entlang des Sumpfs treffen wir aber unser zweites Gürteltier: Panzerklaus – heute in der Sportvariante. Im Affenzahn galoppiert er vor uns davon, versteckt sich (sehr auffällig) raschelnd in einem Erdloch, das er mit seinen zwei langen Vorderfingerchen mühsam gebuddelt hat und fühlt sich allerbestens versteckt. Obwohl Nase und die zwei Fingerchen noch extrem weit aus dem Löchlein ragen. Die Augen aber hat er ganz fest zugekniffen.
Die Eleganz der Gürteltiere: ich kann mich problemlos damit identifizieren. Laut polternd Im Unterholz verschwinden, Augen zu und vollkommen überzeugt davon zu sein, dass niemand den Abmarsch mitbekommen hat.
Reste Essen von gestern: die Bolognese ist heute perfekt durchgezogen. Ein Stück Zitronenkuchen zum Abschluss und das war es auch.
Ein globetrotteliger Tag im Marschland.
Besser sumpfen geht nicht.






